Informationen zu Display-Farbraum und Kalibrierung Welche Farbräume decken die Displays in unseren Laptops ab?Die Displays in unseren Laptops bieten bereits ab Werk eine sehr hohe Farbraumabdeckung von, je nach Modell, bis zu 100 % DCI-P3.Wir geben die genaue Farbraumabdeckung stets transparent im Datenblatt des jeweiligen Laptops mit an (unter "Technische Daten" → "Display").Übliche Angaben in unseren Datenblättern sind: Datenblatt-Angabe Bedeutung 100 % DCI-P3/sRGB Es werden sowohl sRGB als auch DCI-P3 zu 100 % abgedeckt. 100 % sRGB Es wird ausschließlich sRGB zu 100 % abgedeckt. Die Abdeckung von DCI-P3 ist entsprechend geringer (üblicherweise um die 70 %). 90 % sRGB sRGB wird lediglich zu 90 % abgedeckt, DCI-P3 entsprechend noch geringer als 70 %. Eine solch geringe Farbraumabdeckung ist in unserem Portfolio inzwischen nur noch in besonders günstigen Office-Laptops zu finden. Diese Spezifikationen entsprechen dem aktuellen Stand der Technik in der Laptop-Branche.Ein Display mit 100 % sRGB eignet sich bereits sehr gut für allgemeine Anwendungen – zum Beispiel Webdesign, Bildbearbeitung für Online-Medien, Social Media, Streaming und Gaming. Für Content Creators reicht sRGB daher vollständig aus, wenn die Inhalte ausschließlich digital veröffentlicht werden (Instagram, YouTube, Webshops, Blogs).100 % DCI-P3 deckt einen deutlich größeren Farbraum ab, insbesondere in den Rot- und Grüntönen. Das macht sich bemerkbar, wenn Inhalte für den professionellen Videobereich, HDR-Formate, Digital Cinema, Streaming in 10-Bit oder für hochwertige Foto-Prints produziert werden. In solchen Fällen hilft ein DCI-P3-Display, die Farben präziser zu beurteilen und die Darstellung professioneller Ausgabegeräte besser abzubilden.Zum Vergleich: Adobe RGB ist zwar noch etwas umfangreicher als DCI-P3, spielt aber in der Laptop-Praxis kaum eine Rolle, da nur sehr wenige mobile Displays diesen extrem weiten Farbraum vollständig darstellen können.Lässt sich die Farbgenauigkeit noch weiter verbessern?Viele unserer Modelle werden ab Werk vorkalibriert bzw. es lassen sich Kalibrierungsprofile über das Control Center herunterladen. Doch selbst hochwertige Displays unterliegen mit der Zeit leichten Veränderungen (z. B. durch Alterung der Hintergrundbeleuchtung). Deshalb ist es in professionellen Workflows üblich, Monitore in regelmäßigen Abständen neu zu kalibrieren.Für professionelle Anwendungen mit besonders hohen Anforderungen empfehlen wir dennoch die zusätzliche Kalibrierung mit einem Kolorimeter (engl. Colorimeter) oder Spektralmessgerät. Die folgenden zwei Videos erklären das Prinzip: Falsche Farben? Datacolor SpyderPro bringt jeden Monitor auf Vordermann. Wir machen den Test [DigitalPHOTO-Magazin] Farbmanagement - Profilieren / Kalibrieren von Monitoren und Druckern mit dem i1Pro 3 [Calibrite Germany] Vor der Anschaffung des Laptops ist daher vor allem unsere Hersteller-Angabe bzgl. der Farbraumabdeckung (sRGB bzw. DCI-P3) entscheidend. Wer von Beginn an auf verlässliche Farbdarstellung angewiesen ist, profitiert anschließend davon, das Display schon direkt nach der Einrichtung individuell zu kalibrieren.ProduktempfehlungenHier eine Übersicht über einige bekannte Farbmessgeräte im Einstiegs- und Mittelklassebereich. Produktname Link Calibrite Display 123 Klicke hier Calibrite Display Plus HL Klicke hier Calibrite Display Pro HL Klicke hier Datacolor LightColor Meter Klicke hier Datacolor SpyderX Pro Klicke hier X-Rite ColorMunki Display Klicke hier X-Rite i1 Display Studio Klicke hier Die Links führen entweder zu Geizhals (Preis-Suchmaschine), oder, falls das Gerät nicht mehr als Neuware erhältlich ist, zur Herstellerseite. Man findet diese Geräte auch auf dem Gebrauchtmarkt, z. B. über eBay und Kleinanzeigen.Farbmessgeräte können theoretisch ebenfalls einem Farbdrift unterliegen, dies hängt aber stark vom Modell ab. In diesem älteren Thread heißt es, dass Kolorimeter mit Gelatine-Filtern (z. B. ältere Spyder-Versionen, Huey, i1Display2 / LT) eher zu Alterung neigen als Modelle mit hochwertigen Glasfiltern.Laut demselben Thread hatte X-Rite in der Vergangenheit offenbar empfohlen, Farbmessgeräte alle 3 bis 5 Jahre zu ersetzen - aber diese Info ist natürlich mit Vorsicht zu genießen, da X-Rite selbst Hersteller entsprechender Geräte war (die Kolorimeter-Produktsparte von X-Rite liegt inzwischen bei Calibrite).Kalibrierung als DienstleistungNeben der Eigenkalibrierung mit einem Kolorimeter besteht auch die Möglichkeit, Monitore (inkl. Laptop-Displays) mit besonders hochwertigen oder akkuraten Spektralmessgeräten von Dienstleistern kalibrieren zu lassen - damit könnte man indirekt auch die Genauigkeit des eigenen Farbmessgerätes gegenprüfen. Solche Dienstleistungen werden mitunter von Druckereien, Fotostudios, Elektronik-Märkten und ähnlichen Fachgeschäften angeboten. Es lohnt sich daher evtl. ein Blick in das örtliche Branchenverzeichnis und ein Anruf in den entsprechenden Geschäften.Hier eine Liste von speziellen Kalibrierungsdienstleistern im deutschsprachigen Raum - einige davon sind auch international tätig. Anbieter Link Calibration Solutions Klicke hier DisplayCalibration.de Klicke hier esz AG Klicke hier MediaMarkt Klicke hier Monitorkalibrierung.de Klicke hier opto.cal GmbH Klicke hier Trescal International Klicke hier Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Je nach Region kann es weitere Fachbetriebe geben, die ähnliche Dienstleistungen anbieten. Ein kurzer Anruf vorab klärt, ob eine Display-Kalibrierung vor Ort möglich ist.Weitere InformationenBitte beachte auch diesen FAQ-Artikel: Welche XMG- oder SCHENKER-Laptops werden für meinen Einsatzzweck empfohlen? Wie kann ich verhindern, dass sich Bildschirmhelligkeit und -kontrast in bestimmten Situationen automatisch verändern? Bei weiteren Fragen steht dir unser Team gerne beratend zur Seite.