Welche Dockingstation wird für meinen Laptop empfohlen? EinführungMit einer Dockingstation lassen sich Monitore, Eingabegeräte, Netzwerkverbindungen und weiteres Zubehör über ein einziges Kabel mit dem Laptop verbinden. Für viele Arbeitsplätze ist das eine besonders komfortable Lösung, die auch die Stromversorgung des Laptops übernehmen kann. Allerdings ist nicht jede Dockingstation mit jedem Laptop gleichermaßen kompatibel. Insbesondere bei der Anbindung mehrerer externer Monitore und bei höheren Leistungsanforderungen gibt es technische Unterschiede, die bei der Auswahl berücksichtigt werden sollten.In diesem Artikel erklären wir die wichtigsten Grundlagen und zeigen, welche Dockingstations wir für unsere aktuellen XMG- und SCHENKER-Laptops empfehlen. Unsere Empfehlungen konzentrieren sich auf Dockingstations, die wir selbst in unserem Sortiment führen.Darüber hinaus geben wir Hinweise zur sinnvollen Verkabelung des gesamten Arbeitsplatzes. Denn auch wenn eine Dockingstation grundsätzlich mit einem Laptop kompatibel ist, kann es je nach Nutzung Vorteile bieten, bestimmte Geräte oder die Stromversorgung weiterhin direkt am Laptop anzuschließen.GrundlagenIn unserem Sortiment befinden sich sowohl universelle USB-C-Dockingstations als auch leistungsfähigere USB4-Dockingstations. Die grundlegende Empfehlung ist einfach: Universelle USB-C-Dockingstations Diese benötigen keinen USB4- oder Thunderbolt-Anschluss und sind daher mit einer besonders großen Auswahl an Laptops kompatibel. Wir empfehlen sie grundsätzlich für alle XMG- und SCHENKER-Laptops in unserer aktuellen Übersicht. USB4-Dockingstations Diese nutzen die höhere Bandbreite und die erweiterten Übertragungsmöglichkeiten von USB4 bzw. kompatiblen Thunderbolt-Anschlüssen. Wir empfehlen sie ausschließlich für Laptop-Modelle, welche die dafür erforderlichen Schnittstellen unterstützen und in unserer Tabelle entsprechend gekennzeichnet sind. Dabei gilt: Eine USB4- oder Thunderbolt-Dockingstation ist nicht automatisch für jeden Anwendungsfall besser geeignet. Auch universelle USB-C-Dockingstations können mehrere Monitore und zahlreiche weitere Peripheriegeräte gleichzeitig betreiben. Welche Lösung die richtige ist, hängt vor allem von den gewünschten Anschlüssen, der Anzahl der Monitore und deren Auflösung und Bildwiederholrate ab.Übersicht und BeratungDie folgenden Tabellen helfen dabei, die Auswahl einzugrenzen. Hierbei gilt: ✔ Wir empfehlen diese Kombination auf Grundlage der technischen Eigenschaften von Laptop und Dockingstation und aufgrund eigener Kompatibilitätstests. ❌ Wir empfehlen diese Kombination nicht, beispielsweise weil die erforderliche Schnittstelle am Laptop fehlt. Die Empfehlungen gelten ausschließlich für Windows 11.Die Tabellen bestätigen dabei die grundsätzliche Eignung der jeweiligen Kombination. Sie garantieren nicht, dass sämtliche Funktionen der Dockingstation bei maximaler Bestückung in jedem Szenario gleichwertig verfügbar sind. Die vollständigen technischen Daten der jeweiligen Dockingstation und des Laptops sollten daher vor dem Kauf berücksichtigt werden. Insbesondere die maximale Anzahl externer Monitore sowie deren Auflösung und Bildwiederholrate können durch die technischen Eigenschaften des Laptops begrenzt werden. Weitere Empfehlungen und Kompatibilitätshinweise stehen im Abschnitt unter den Tabellen.Empfehlungen für XMG-Laptops Laptop-Modell Product ID StarTech208UE-USB4-DOCKUSB4 Dockingstation i-tecC31TRIPLEDOCKPDPRO2USB-C Dockingstation i-tecCATRIPLEDOCKPDPROUSB-C Dockingstation i-tecC31QUATTRODOCKPDUSB-C Dockingstation XMG APEX 16 (M26) XAP16M26 ❌ ✔ ✔ ✔ XMG APEX 16 MAX (M25) XAP16XM25 ❌ ✔ ✔ ✔ XMG CORE 15 (M25) XCO15M25 ✔ ✔ ✔ ✔ XMG CORE 16 (M25) XCO16M25 ✔ ✔ ✔ ✔ XMG EVO 14 (E25) XEV14AE25 ✔ ✔ ✔ ✔ XMG EVO 15 (E25) XEV15AE25 ✔ ✔ ✔ ✔ XMG EVO 15 (M25) XEV15IM25 ✔ ✔ ✔ ✔ XMG FOCUS 17 (M25) XFO17M25 ❌ ✔ ✔ ✔ XMG FUSION 15 (L25) XFU15L25 ✔ ✔ ✔ ✔ XMG FUSION 16 (M25) XFU16M25 ✔ ✔ ✔ ✔ XMG NEO 16 (A25) XNE16A25 ❌ ✔ ✔ ✔ XMG NEO 16 (E25) XNE16E25 ❌ ✔ ✔ ✔ XMG NEO 16 (M26) XNE16M26 ✔ ✔ ✔ ✔ XMG PRO 16 (M25) XPR16M25 ✔ ✔ ✔ ✔ XMG PRO 16 Value Edition (M25) XPR16VM25 ❌ ✔ ✔ ✔ XMG PRO 16 Value Edition (M26) XPR16VM26 ❌ ✔ ✔ ✔ XMG PRO 18 (M26) XPR18M26 ✔ ✔ ✔ ✔ XMG PRO 18 Value Edition (M26) XPR18VM26 ✔ ✔ ✔ ✔ Empfehlungen für SCHENKER-Laptops Laptop-Modell Product ID StarTech208UE-USB4-DOCKUSB4 Dockingstation i-tecC31TRIPLEDOCKPDPRO2USB-C Dockingstation i-tecCATRIPLEDOCKPDPROUSB-C Dockingstation i-tecC31QUATTRODOCKPDUSB-C Dockingstation SCHENKER CONNECT 15 (E26) SCO15E26 ✔ ✔ ✔ ✔ SCHENKER ELEMENT 16 (E26) SEL16E26 ✔ ✔ ✔ ✔ SCHENKER KEY 18 Pro (E25) SKE18PE25 ✔ ✔ ✔ ✔ SCHENKER SLIM 14 (L26) SSL14L26 ❌ ✔ ✔ ✔ SCHENKER WORK Base 15 (M23) SWO15BM23 ❌ ✔ ✔ ✔ SCHENKER WORK 15 (M23) SWO15M23 ✔ ✔ ✔ ✔ SCHENKER WORK 17 (M23) SWO17M23 ✔ ✔ ✔ ✔ Praxisempfehlung: Dockingstation und Direktanschlüsse sinnvoll kombinierenMit einer geeigneten Dockingstation lassen sich zahlreiche Peripheriegeräte, mehrere Monitore und auch die Stromversorgung des Laptops über ein einziges USB-C-Kabel verbinden. Gerade für klassische Office-Arbeitsplätze ist das eine komfortable und oft vollkommen ausreichende Lösung.Bei höheren Leistungsanforderungen oder besonders anspruchsvollen Monitor-Konfigurationen kann es allerdings sinnvoll sein, die Dockingstation durch einige direkte Verbindungen mit dem Laptop zu ergänzen. Unsere Empfehlung betrifft vor allem zwei Bereiche: Stromversorgung Bei leistungsstarken Laptops oder hohen Anforderungen an die CPU-Leistung empfehlen wir, das originale Laptop-Netzteil zusätzlich direkt anzuschließen. Bei kompakten Office-Laptops und Ultrabooks kann die Stromversorgung über die Dockingstation dagegen vollkommen ausreichen, sofern deren Ladeleistung entsprechend dimensioniert ist. Hauptmonitor Bei hohen Auflösungen, hohen Bildwiederholraten, erweiterten Display-Funktionen oder anspruchsvollen GPU-beschleunigten Anwendungen empfehlen wir, den wichtigsten externen Monitor möglichst direkt mit einem geeigneten Bildausgang des Laptops zu verbinden. Weitere Monitore und Peripheriegeräte können weiterhin über die Dockingstation betrieben werden. Diese Empfehlungen stellen keine zwingenden Voraussetzungen für die Nutzung einer Dockingstation dar. Sie sollen vielmehr dabei helfen, die vorhandenen Anschlussmöglichkeiten des Laptops optimal zu nutzen und mögliche Einschränkungen bereits bei der Einrichtung des Arbeitsplatzes zu berücksichtigen.Stromversorgung durch Original-Laptop-NetzteilDie Anforderungen an die Stromversorgung unterscheiden sich je nach Laptop und Nutzung erheblich.Bei leistungsstarken Gaming-Laptops und mobilen Workstations liegt die maximale Leistungsaufnahme des Gesamtsystems häufig deutlich oberhalb dessen, was gewöhnliche Dockingstations über USB Power Delivery (USB-PD) bereitstellen können. Deshalb verfügen diese Laptops über entsprechend leistungsfähige Original-Netzteile.Dabei ist wichtig: Die Leistungsaufnahme des Laptops hängt nicht ausschließlich von der dedizierten Grafikkarte ab. Auch wenn die dGPU gerade nicht verwendet wird, kann allein die CPU unter hoher Last ein erhebliches Leistungsbudget beanspruchen. Hinzu kommen die übrigen Komponenten des Systems.Ein Laptop mit einem CPU-Power-Limit von beispielsweise 65 Watt benötigt bei voller CPU-Auslastung nicht automatisch nur 65 Watt. Zusätzlich müssen unter anderem Arbeitsspeicher, SSDs, Display, Netzwerkcontroller und weitere Mainboard-Komponenten versorgt werden. Auch bei der Spannungswandlung entstehen Verluste. Soll gleichzeitig der Akku geladen werden, steigt der gesamte Leistungsbedarf entsprechend an.Bei kompakten Office-Laptops und Ultrabooks sieht die Situation häufig anders aus. Diese Systeme sind in der Regel auf eine geringere Leistungsaufnahme ausgelegt. Für typische Office-Anwendungen, Videokonferenzen und andere alltägliche Aufgaben kann die Stromversorgung über eine ausreichend dimensionierte Dockingstation vollkommen ausreichend sein.Allerdings gibt es auch leistungsstarke Ultrabooks, die unter Volllast ein höheres Leistungsbudget benötigen. Ein Beispiel ist das XMG EVO 15 (E25), welches mit vielen der darin angebotenen CPUs eine Stromversorgung mit bis zu 140 Watt über USB-C unterstützt. Diese Leistung wird nur über eine herstellerspezifische Erweiterung mit 20 V bei 7 A erreicht, welche von keiner Dockingstation unterstützt wird.Entscheidend ist die tatsächlich verfügbare LadeleistungAuch die Leistungsangaben einer Dockingstation sollten genau betrachtet werden.Wenn ein Hersteller beispielsweise mit "100 W Power Delivery" wirbt, ist zunächst zu prüfen, ob sich diese Angabe auf die maximale Leistungsabgabe an den Laptop oder auf das gesamte Leistungsbudget der Dockingstation bezieht.Dockingstations benötigen selbst Energie und müssen gegebenenfalls auch angeschlossene USB-Geräte mit Strom versorgen. Je nach Konstruktion und Dimensionierung des Dock-Netzteils kann sich dies auf die für den Laptop verfügbare Leistung auswirken.Entscheidend ist letztlich, welche Leistung Laptop und Dockingstation über USB-PD tatsächlich aushandeln und ob diese Leistung für den jeweiligen Betriebszustand ausreicht.Der Übergang zwischen ausreichender und unzureichender Stromversorgung erfolgt dabei nicht zwangsläufig fließend. Unterschreitet die ausgehandelte Leistung bestimmte Schwellenwerte, kann der Laptop seine maximal verfügbare Performance bereits auf Firmware-Ebene deutlich einschränken. Je nach Modell kann es außerdem vorkommen, dass der Akku im laufenden Betrieb nicht mehr geladen wird oder trotz angeschlossener Stromversorgung weiter entladen wird.Neben der dauerhaft verfügbaren Leistung spielt auch die Fähigkeit zur Bewältigung kurzzeitiger Lastspitzen eine wichtige Rolle. Solche Lastspitzen können beispielsweise beim plötzlichen Wechsel zwischen verschiedenen CPU- und GPU-Lastzuständen auftreten.Das ist auch ein Grund dafür, warum die Energieverwaltung von Laptops im oberen Performance-Segment auf Firmware-Ebene häufig konservativ ausgelegt ist: Im Zweifelsfall werden Einschränkungen bei Leistung und Funktionalität in Kauf genommen, um ein plötzliches Abschalten unter Last oder eine unerwünschte Entladung des Akkus zu vermeiden.Die originalen Netzteile unserer Laptops sind auf diese Anforderungen abgestimmt und bieten entsprechende Leistungsreserven.Ein weiterer Vorteil der separaten Stromversorgung besteht darin, dass der USB-C-Anschluss nicht gleichzeitig Daten und die gesamte Ladeleistung des Laptops übertragen muss. Dadurch wird die elektrische und thermische Beanspruchung des USB-C-Gesamtsystems reduziert. Darauf gehen wir weiter unten noch einmal näher ein.Weiterführende Artikel: Welche Einschränkungen gibt es bzgl. der Leistungsfähigkeit von Laptops in Verbindung mit USB-C-Netzteilen? Laden über USB-C mit 140 Watt: Kompatibilität & Hintergründe Hauptbildschirm: Wann eine direkte Verbindung sinnvoll istAuch bei externen Monitoren kann eine direkte Verbindung mit dem Laptop Vorteile bieten. Dabei geht es nicht ausschließlich um Gaming oder besonders hohe Bildwiederholraten, sondern auch um die Anbindung an die Grafikeinheit, die verfügbaren Display-Funktionen und die Übertragungsbandbreite.Direkte Anbindung an die dedizierte GrafikkarteBei unseren aktuellen Laptops sind USB4- und Thunderbolt-4-Anschlüsse an die integrierte Grafikeinheit (iGPU) angebunden. Eine Ausnahme innerhalb unseres aktuellen Sortiments stellt das SCHENKER KEY 18 Pro (E25) mit seiner Thunderbolt-5-Implementierung dar.Wird ein Spiel oder eine andere Anwendung auf der dedizierten Grafikkarte (dGPU) berechnet, während der externe Monitor an der iGPU hängt, müssen die fertigen Bilder zunächst von der dGPU zur iGPU übertragen werden.Dieser zusätzliche Übertragungsweg kann die Bildlatenz erhöhen und je nach Anwendung die Grafikleistung beeinflussen. Außerdem können bestimmte Display-Funktionen wie NVIDIA G-SYNC von einer direkten dGPU-Anbindung abhängig sein.Für anspruchsvolles Gaming liegt es deshalb nahe, einen direkt mit der dGPU verbundenen HDMI- oder DisplayPort-Ausgang zu bevorzugen.Diese Überlegung gilt allerdings nicht nur für Spiele. Auch professionelle Anwendungen mit interaktiver, GPU-beschleunigter Grafik können von einer direkten dGPU-Anbindung profitieren. Dazu gehören beispielsweise die Arbeit mit komplexen 3D-Modellen in CAD-Anwendungen, Echtzeitvorschauen beim Rendering oder die Bearbeitung visueller Effekte.Bei solchen Anwendungen kann die direkte Anbindung unnötige Bildübertragungen zwischen den Grafikeinheiten vermeiden und dadurch ein direkteres Reaktionsverhalten ermöglichen. Wie groß dieser Vorteil in der Praxis ausfällt, hängt von der jeweiligen Anwendung und dem Laptop ab.Die GPU-Anbindung der einzelnen Bildausgänge ist in unseren Laptop-Datenblättern angegeben. Für unsere aktuellen XMG- und SCHENKER-Laptops mit dedizierter Grafikkarte gilt grundsätzlich: HDMI ist direkt an die dedizierte Grafikkarte angebunden. Mindestens ein DisplayPort-Ausgang ist ebenfalls direkt an die dedizierte Grafikkarte angebunden. Dies kann ein Mini-DisplayPort-Anschluss, ein zusätzlicher USB-C-Anschluss mit DisplayPort Alt Mode oder, wie beim SCHENKER KEY 18 Pro (E25), ein Thunderbolt-5-Anschluss sein. Entscheidend ist also nicht allein, ob ein Monitor physisch direkt am Laptop angeschlossen ist, sondern auch, mit welcher Grafikeinheit der jeweilige Anschluss intern verbunden ist.Bandbreite und MonitorfunktionenAuch unabhängig vom Unterschied zwischen iGPU- und dGPU-Anbindung kann es sinnvoll sein, den Hauptmonitor direkt anzuschließen.Hochauflösende Monitore mit hohen Bildwiederholraten benötigen erhebliche Übertragungsbandbreite. Wenn mehrere dieser Monitore über eine Dockingstation betrieben werden, müssen sich die Display-Signale unter Umständen die verfügbare Bandbreite der gemeinsamen Verbindung teilen.Eine direkte Monitorverbindung kann diese Einschränkung umgehen und Übertragungsressourcen innerhalb der Dockingstation für weitere Monitore freihalten. Je nach Anschlussart können sich daraus auch Vorteile für die übrigen angeschlossenen Geräte ergeben.Hinzu kommt, dass bestimmte Monitorfunktionen nicht über jede Kombination aus Dockingstation, Signalwandler und Bildausgang verfügbar sind. Dazu können beispielsweise hohe Bildwiederholraten, variable Bildwiederholraten oder bestimmte HDR-Konfigurationen gehören.Diese Überlegungen gelten auch für Laptops ohne dedizierte Grafikkarte. Selbst wenn die Bildausgabe ausschließlich über die iGPU erfolgt, kann eine direkte Verbindung bei anspruchsvollen Multi-Monitor-Konfigurationen technische Vorteile bieten.Bei gewöhnlichen Office-Monitoren mit Full-HD- oder 1440p-Auflösung und 60 Hz sind solche Unterschiede dagegen häufig nicht relevant. Hier spricht in der Regel nichts dagegen, auch den Hauptmonitor vollständig über die Dockingstation zu betreiben.Unsere Empfehlung: Je anspruchsvoller der Hauptmonitor und die darauf ausgeführten Anwendungen sind, desto eher lohnt sich eine direkte Verbindung mit dem Laptop. Für einfache Office-Arbeitsplätze bleibt die Bildausgabe über eine geeignete Dockingstation eine vollwertige und besonders komfortable Lösung.Weiterführende Artikel: Was ist der Unterschied zwischen iGPU- und dGPU-Anbindung von externen Monitoren? Wie kann ich einstellen, ob ein Programm oder Spiel auf der iGPU bzw. dGPU ausgeführt werden soll? Worin unterscheiden sich NVIDIA G-SYNC, AMD FreeSync und Intel Adaptive Sync voneinander? In welchen XMG-Laptops kann man NVIDIA Optimus deaktivieren? Bandbreite, Stabilität und thermische BelastungDockingstations müssen die technischen Ressourcen ihrer Host-Verbindung auf mehrere Geräte und Funktionen verteilen muss. Sie verwenden dazu je nach Modell zusätzliche Controller, Signalwandler und Verfahren wie MST. Diese ermöglichen umfangreiche Anschlussmöglichkeiten, erhöhen aber auch die technische Komplexität. Ein zuverlässiger Betrieb hängt vom Zusammenspiel der beteiligten Hardware, Firmware, Treiber und angeschlossenen Geräte ab.Ein hochauflösender Monitor mit hoher Bildwiederholrate beansprucht dabei bereits einen erheblichen Teil der vorhandenen Übertragungsressourcen. Wird dieser direkt mit dem Laptop verbunden, entlastet das die Dockingstation und schafft zusätzliche Reserven für den stabileren Betrieb der restlichen Monitore und Peripheriegeräte.Ein weiterer Aspekt ist die elektrische und thermische Belastung der beteiligten Schnittstellen und Controller. Sowohl die Stromübertragung als auch die aktiven Komponenten für hohe Datenraten verursachen elektrische Verluste und Wärmeentwicklung. Diese sind zwar für einen bestimmten Leistungsbereich ausgelegt – eine dauerhafte Belastung am technischen Limit kann aber die Lebensdauer dieser Komponenten einschränken. Dies gilt erst recht dann, wenn weitere thermische Belastungen (hohe Systemlast, Staub im Kühlsystem) hinzukommen.FazitEs ist durchaus legitim, neben der Dockingstation auch einige der vorhandenen Anschlüsse am Laptop selbst zu nutzen, anstatt sämtliche Funktionen ohne zwingenden Grund über eine einzige Verbindung zu bündeln. Natürlich hängt das stark vom jeweiligen Arbeitsplatz und den persönlichen Anforderungen ab. Aber gerade bei anspruchsvollen Geräten und voll ausgestatteten Arbeitsplätzen kann eine gewisse Verteilung der Anschlüsse langfristig die robustere Lösung sein.Technische Grundlagen: USB-C, USB4 und ThunderboltUSB-C ist nicht gleich USB4 oder ThunderboltUSB-C beschreibt zunächst nur die Bauform eines Anschlusses. Welche Funktionen tatsächlich unterstützt werden, hängt von der technischen Ausstattung des jeweiligen Laptops ab.Ein USB-C-Anschluss kann beispielsweise folgende Funktionen bieten: USB-Datenübertragung Verbindung zu USB-Geräten wie Tastaturen, Mäusen, externen SSDs oder Netzwerkadaptern. DisplayPort Alt Mode Übertragung eines nativen DisplayPort-Bildsignals über USB-C, beispielsweise für einen externen Monitor. USB Power Delivery (USB-PD) Stromversorgung und gegebenenfalls Aufladen des Laptops über USB-C. USB4 oder Thunderbolt Erweiterte Übertragungstechnik mit höherer Gesamtbandbreite und zusätzlichen Möglichkeiten zur parallelen Übertragung von Daten und Bildsignalen. Nicht jeder USB-C-Anschluss unterstützt alle diese Funktionen. Auch mehrere USB-C-Anschlüsse desselben Laptops können sich in ihrem Funktionsumfang unterscheiden.Welche Vorteile bieten USB4 und Thunderbolt?Klassische USB-C-Dockingstations verwenden für die Datenübertragung typischerweise USB 3.x mit bis zu 5 oder 10 Gbit/s. USB4 und moderne Thunderbolt-Verbindungen ermöglichen dagegen je nach Implementierung deutlich höhere Übertragungsraten, beispielsweise 40 Gbit/s.Diese zusätzliche Bandbreite kann insbesondere dann von Vorteil sein, wenn mehrere hochauflösende Monitore und schnelle USB-Geräte gleichzeitig betrieben werden sollen.USB4 und Thunderbolt können zudem mehrere DisplayPort-Signale gleichzeitig über ihre Verbindung transportieren. Dies ermöglicht den Betrieb von mehreren Monitoren an der Docking Station, ohne dass dafür eine Übersetzung- oder Splitter-Technologie wie MST (Multi-Stream Transport) oder DisplayLink verwendet werden muss.Mehrere externe Monitore: DisplayPort, MST und DisplayLinkFür den Betrieb externer Monitore gibt es verschiedene technische Verfahren. Die Anzahl der Monitoranschlüsse an einer Dockingstation sagt dabei noch nicht aus, wie viele Monitore ein bestimmter Laptop tatsächlich gleichzeitig betreiben kann.Native DisplayPort-ÜbertragungBei einer nativen DisplayPort-Verbindung überträgt der Laptop das Bildsignal direkt an die Dockingstation, welche es an den entsprechenden Monitorausgang weiterleitet.Dies ist grundsätzlich die bevorzugte Lösung für anspruchsvolle Bildausgaben, beispielsweise beim Gaming, bei hohen Bildwiederholraten oder bei Anwendungen, bei denen eine möglichst geringe Bildlatenz wichtig ist.Ein USB-C-Anschluss kann unter Umständen zwei voneinander unabhängige DisplayPort-Signale gleichzeitig übertragen. Diese Möglichkeit ist jedoch in der Regel USB4- und Thunderbolt-Verbindungen vorbehalten und steht bei reinen USB-3.x-Schnittstellen nicht oder nur extrem selten zur Verfügung.MST: Mehrere Monitore über ein DisplayPort-SignalMST steht für Multi-Stream Transport. Diese Technologie ermöglicht es, ein einzelnes DisplayPort-Signal auf mehrere unabhängig voneinander nutzbare Monitorausgänge aufzuteilen.MST ist insbesondere bei universellen USB-C-Dockingstations verbreitet - also in solchen, die in ihren Host-Laptops kein USB4 oder Thunderbolt erfordern. Mit MST können diese Laptops mehrere externe Monitore gleichzeitig betreiben, obwohl sie nur ein einziges DisplayPort-Signal über USB-C bereitstellen.Allerdings müssen sich diese Monitore die verfügbare DisplayPort-Bandbreite teilen. Dadurch können sich Einschränkungen bei der maximalen Auflösung oder Bildwiederholrate ergeben. Welche Kombinationen möglich sind, hängt unter anderem von der DisplayPort-Version, der verfügbaren Bandbreite und der Unterstützung von Display Stream Compression (DSC) ab.MST bringt zudem eine zusätzliche Ebene technischer Komplexität mit sich. Ein zuverlässiger Betrieb hängt vom Zusammenspiel zwischen GPU, Grafiktreiber, Dockingstation-Firmware und angeschlossenen Monitoren ab. Dadurch entstehen zusätzliche potenzielle Kompatibilitätsprobleme, die sich beispielsweise durch sporadische Bildaussetzer, nicht erkannte Monitore nach dem Aufwachen aus dem Standby oder andere unerwartete Verhaltensweisen beim Wechsel der Bildschirmkonfiguration äußern können.MST bleibt dennoch eine bewährte und praxistaugliche Technologie für Arbeitsplätze mit mehreren Monitoren. Bei besonders hohen Auflösungen, hohen Bildwiederholraten oder erweiterten Display-Features kann es jedoch weiterhin sinnvoll sein, besonders anspruchsvolle Monitore direkt mit dem Laptop zu verbinden. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, die verfügbare DisplayPort-Bandbreite aufzuteilen, und die Anzahl potenzieller Kompatibilitätsprobleme wird reduziert.DisplayLink: Zusätzliche Monitore über USB-DatenübersetzungMit DisplayLink werden Bilddaten über eine gewöhnliche USB-Datenverbindung übertragen, anstatt ein natives DisplayPort-Signal vom Laptop zu verwenden.Dafür sind zusätzliche Software bzw. Treiber erforderlich. Die Bildübertragung beansprucht außerdem Systemressourcen und hat gegenüber einer nativen DisplayPort-Verbindung eine höhere Latenz. Diese Latenz spürt man bereits, wenn man einfach nur den Mauszeiger auf einem entsprechend angebundenen Monitor hin und her bewegt.Wir empfehlen keine Dockingstations, die zur Bildausgabe ausschließlich auf DisplayLink setzen.Eine sinnvolle Ausnahme stellen Dockingstations dar, die native DisplayPort-Ausgänge mit zusätzlichen DisplayLink-Ausgängen kombinieren um eine besonders hohe Anzahl an gleichzeitig angebundenen Monitoren zu ermöglichen.Bei solchen Lösungen können die nativen Bildausgänge für interaktive Anwendungen genutzt werden, während die zusätzlichen DisplayLink-Ausgänge beispielsweise für statische Inhalte, Überwachungs-Dashboards oder die passive Videowiedergabe zur Verfügung stehen.Für latenzkritische Anwendungen und interaktives Arbeiten empfehlen wir weiterhin native DisplayPort-Verbindungen.Wie viele Monitore können gleichzeitig angeschlossen werden?Die Angaben im Datenblatt einer Dockingstation beschreiben in der Regel deren maximale Möglichkeiten unter bestimmten Voraussetzungen. Sie gelten nicht zwangsläufig für jeden angeschlossenen Laptop.Die tatsächlich nutzbare Anzahl von Monitoren sowie deren maximale Auflösung und Bildwiederholrate hängen unter anderem von folgenden Faktoren ab: Anzahl und Art der vom Laptop bereitgestellten DisplayPort-Signale DisplayPort-Version und verfügbare Übertragungsbandbreite Unterstützung von Display Stream Compression (DSC) am Monitor Verwendung von MST oder DisplayLink Technische Eigenschaften der jeweiligen Dockingstation Unsere Laptop-Datenblätter enthalten detaillierte Informationen zu den unterstützten DisplayPort- und HDMI-Versionen sowie den verfügbaren Bandbreiten. Ergänzend erläutert ein separater Artikel, welche Auflösungen und Bildwiederholraten über die verschiedenen HDMI- und DisplayPort-Versionen möglich sind: Was bedeuten die Versionsnummern bei HDMI und DisplayPort?KaufberatungFür gewöhnliche Office-Arbeitsplätze mit einem oder zwei externen Monitoren in Full-HD-Auflösung oder 1440p genügt in der Regel bereits eine universelle USB-C-Dockingstation. Sofern die Stromversorgung des Laptops und die gewünschten Monitorfunktionen ausreichend unterstützt werden, kann der gesamte Arbeitsplatz bequem über ein einziges Kabel verbunden werden.Bei besonders hohen Auflösungen, hohen Bildwiederholraten, anspruchsvollen GPU-beschleunigten Anwendungen oder hohen Anforderungen an die CPU- und GPU-Leistung lohnt sich eine genauere Planung. Hier kann es sinnvoll sein, die Dockingstation mit dem originalen Laptop-Netzteil und einer direkten Verbindung zum Hauptmonitor zu kombinieren.Unsere Kompatibilitätstabellen dienen dabei als erste Orientierung. Sie zeigen, welche Dockingstations wir grundsätzlich empfehlen, ersetzen aber nicht die technischen Daten der jeweiligen Geräte. Die Entscheidung zwischen einer vollständigen Ein-Kabel-Lösung und einer auf mehrere Anschlüsse verteilten Konfiguration hängt letztlich von den Anforderungen des jeweiligen Arbeitsplatzes ab.