Mein neuer PC ist angekommen. Was sollte als erstes tun? Dein neuer Desktop-PC sollte nach dem Auspacken mit nur wenigen Handgriffen bereits startklar sein. Es gibt aber auch ein paar versteckte Feinheiten, die nicht unbedingt sofort offensichtlich sind - und bei denen man sich später ärgert, wenn man sie nicht von Anfang an beachtet.Die folgenden Schritte führen in sinnvoller Reihenfolge durch die erste Inbetriebnahme und helfen dabei, den PC und angeschlossene Hardware von Anfang an optimal zu nutzen.Vor dem ersten EinschaltenZuerst packen wir den PC sicher aus und bereiten ihn für die Inbetriebnahme vor. Entferne dazu die innere Schaumstoff-Transportsicherung und wirf einen kurzen Blick auf mögliche Transportschäden.Originalverpackung aufbewahrenWir empfehlen, die Originalverpackung mindestens für die Dauer der Garantie aufzubewahren. Karton, Formteile und weitere Verpackungselemente sind auf Größe und Gewicht des PCs abgestimmt und bieten den besten Schutz, falls der PC später noch einmal transportiert werden muss.Vorsicht bei Seitenteilen aus GlasFalls Dein PC ein Seitenteil aus gehärtetem Glas besitzt, gilt es, dieses beim Öffnen besonders vorsichtig zu behandeln.Das Glasteil niemals auf Fliesen, Stein, Beton oder anderen harten Oberflächen ablegen. Schon der Kontakt einer Kante oder Ecke mit einer solchen Oberfläche kann dazu führen, dass gehärtetes Glas schlagartig zerbricht. Bitte lege das Seitenteil stattdessen auf eine saubere, weiche und ebene Unterlage.Weitere Hinweise dazu:Wie kann ich die Glasscheibe meines PCs vor Beschädigungen schützen?Innere Transportsicherung vollständig entfernenLeistungsstarke Grafikkarten und manche CPU-Kühler sind groß und sehr schwer. Damit sie während des Versands nicht unnötig belastet werden, befindet sich in unseren PCs eine zusätzliche Transportsicherung aus ausgehärtetem Schaum im Inneren des Gehäuses.Diese Transportsicherung muss vor dem ersten Einschalten vollständig entfernt werden.Dabei gilt: Seitenteil vorsichtig öffnen bzw. abnehmen. Transportsicherung langsam und ohne Gewalt herausnehmen. Darauf achten, dass keine Teile der Transportsicherung im Gehäuse zurückbleiben. Kabel, Lüfter und andere Komponenten beim Herausnehmen nicht unnötig berühren oder verschieben. Je nach Form kann die Transportsicherung beim Herausnehmen etwas klemmen. Nicht ruckartig daran ziehen, sondern den Schaum vorsichtig Stück für Stück lösen.Die fest im PC montierte mechanische Grafikkartenstütze ist dagegen Bestandteil des Systems und bleibt eingebaut.Entsorgungshinweis: Die ausgehärtete Schaumstoff-Transportsicherung kann leider nur einmal benutzt werden, da sie beim Ausbau in der Regel deformiert oder beschädigt wird. Der Schaumstoff, bestehend aus ausgehärtetem Polyurethan-Schaum (PUR) in einer Polyethylen-Folie (HDPE), kann in Deutschland und Österreich grundsätzlich über die Gelbe Tonne entsorgt bzw. einem Downcycling zugeführt werden. Örtliche Entsorgungsvorgaben können in Ausnahmefällen abweichen. In der Schweiz ist die Entsorgung ebenfalls kommunal unterschiedlich geregelt. Offizielle Herstellerinformationen zu diesen Transportsicherungen findest du hier.Auf offensichtliche Transportschäden prüfenDu musst nicht kontrollieren, ob jeder einzelne Stecker richtig sitzt oder ob wir deine Komponenten richtig montiert haben. Da kannst du dich auf uns verlassen – bei uns sitzt kein Stecker locker. Und ein wirklich zu 100% fest eingerasteter Stecker wird auch nicht durch ein bißchen Versandgepolter wieder locker.Ein geschulter Blick ins Gehäuse ist aber dennoch sinnvoll, um möglicherweise gröbere Transportfolgen noch vor dem ersten Einschalten aufzudecken. Auffällig wären beispielsweise: eine Grafikkarte, die deutlich schief oder lose im Gehäuse hängt, ein sichtbar verbogenes oder abgebrochenes Bauteil, lose Teile im Gehäuse, starke Beschädigungen am Gehäuse selbst. Ist bereits der Versandkarton ungewöhnlich stark beschädigt, sollte der PC vor dem Einschalten besonders sorgfältig auf solche offensichtlichen Schäden geprüft werden.Falls etwas ungewöhnlich aussieht: PC zunächst nicht einschalten, den Zustand möglichst mit Fotos dokumentieren und unseren Support kontaktieren.PC anschließenWenn alles unauffällig ist und die Transportsicherung vollständig entfernt wurde, kann der PC angeschlossen werden. Das Meiste ist dabei selbsterklärend - es gibt aber ein paar kleinere Details, die gerade bei einem neuen Desktop-PC schnell mal übersehen werden.Stromversorgung anschließenBitte stecke das mitgelieferte Netzkabel vollständig in das Netzteil auf der Rückseite des PCs und verbinde es anschließend mit der Steckdose. Diese Wechselstromanschlüsse können am Anfang noch etwas straff sein. Man muss ein wenig Kraft aufwenden, damit das Kabel wirklich ordentlich tief im Netzteil steckt.Die meisten Desktop-Netzteile besitzen zusätzlich einen eigenen Hauptschalter direkt neben dem Stromanschluss. | bzw. — bedeutet "an". 〇 bedeutet "aus". Soweit erst mal kein Problem.Tastatur, Maus und weitere USB-Geräte können anschließend an den vorder- oder rückseitigen USB-Anschlüssen des PCs angeschlossen werden. Falls ein kabelgebundener Netzwerkanschluss zur Verfügung steht, dann gehört das entsprechende Netzwerkkabel in den RJ45-Ethernet-Anschluss am Mainboard.Monitor an die Grafikkarte anschließen - nicht an das Mainboard!Dein PC besitzt höchstwahrscheinlich eine dedizierte Grafikkarte - also eine AMD Radeon oder NVIDIA GeForce. Das bedeutet: der Monitor muss direkt an einen der Display-Anschlüsse der Grafikkarte angeschlossen werden - nicht an die ebenfalls vorhandenen Display-Anschlüsse des Mainboards.Die entsprechenden Anschlüsse befinden sich auf der Rückseite des PCs weiter unten, jenseits der vielzähligen USB-, LAN- und Audio-Anschlüsse.Die Display-Anschlüsse am Mainboard sind für einen PC mit dedizierter Grafikkarte nicht die richtige Wahl. Je nach Prozessor und Konfiguration liefern sie entweder überhaupt kein Bild oder verwenden die integrierte Grafikeinheit des Prozessors. Der Monitor würde dann nicht direkt von der leistungsstarken Grafikkarte angesteuert.Für Gaming, hohe Bildwiederholraten und Funktionen wie G-SYNC, FreeSync oder Adaptive Sync gehört das Monitorkabel deshalb direkt an die Grafikkarte.Sollte ich DisplayPort oder HDMI verwenden?Moderne Grafikkarten und Monitore bieten meistens sowohl HDMI als auch DisplayPort. DisplayPort ist eine speziell für Computer und PC-Monitore entwickelte digitale Bildschnittstelle und bei einem PC-Monitor grundsätzlich unsere bevorzugte Wahl.HDMI ist ebenfalls eine digitale Bildschnittstelle und vor allem aus Fernsehern, Spielkonsolen und Unterhaltungselektronik bekannt. Beide Anschlüsse können hohe Auflösungen und Bildwiederholraten übertragen. Welche Kombinationen tatsächlich möglich sind, hängt jedoch vom jeweiligen Monitor, der verwendeten Schnittstellenversion und teilweise auch vom Kabel ab.Einige Gaming-Monitore erreichen ihre maximale Bildwiederholrate oder bestimmte Adaptive-Sync-Funktionen nur über DisplayPort. Wenn Monitor und Grafikkarte DisplayPort anbieten, empfehlen wir daher, den Monitor zunächst darüber anzuschließen.Falls dem Monitor ein DisplayPort-Kabel beiliegt, ist dieses normalerweise eine gute erste Wahl. Bei separat gekauften Kabeln sollte darauf geachtet werden, dass sie für die gewünschte Auflösung und Bildwiederholrate spezifiziert sind.Welche Unterschiede es bei aktuellen High-End-Monitoren zwischen HDMI und DisplayPort geben kann, haben wir anhand einiger Beispiele in einer Übersicht zusammengestellt:HDMI vs. DisplayPort in Popular High-End MonitorsIn einem der folgenden Abschnitte werden wir noch darauf eingehen, welche Bildwiederholrate von Windows tatsächlich verwendet wird - denn das ist nach Ersteinrichtung nicht unbedingt diejenige, die man haben möchte. Vorher sprechen wir aber noch kurz über WLAN.WLAN- und Bluetooth-Antenne anschließenFalls Dein PC WLAN und Bluetooth unterstützt, gehören zum Mainboard normalerweise externe Funkantennen. Diese müssen an den dafür vorgesehenen Anschlüssen auf der Rückseite des PCs befestigt werden.Je nach Mainboard besteht die Antenne aus zwei einzelnen Stabantennen oder aus einer gemeinsamen Antenneneinheit mit zwei Kabeln. In beiden Fällen werden beide Antennenanschlüsse verwendet.Die Antennen sind sowohl für WLAN als auch für Bluetooth zuständig. Ohne angeschlossene Antennen können Funkverbindungen zwar auf kurze Distanz trotzdem funktionieren, weshalb es manchen Anwendern vielleicht gar nicht auffällt, dass die Antennen noch angeschlossen werden müssen. Vernünftige Reichweite, Geschwindigkeit und Verbindungsstabilität werden jedoch erst mit angeschlossenen Antennen erreicht.Bei einer frei positionierbaren Antenneneinheit sollte sie möglichst nicht hinter dem Metallgehäuse versteckt werden.Sobald alles korrekt angeschlossen ist, ist dein PC bereit für seinen ersten Startvorgang.Installation des BetriebssystemsFalls Du den PC mit vorinstalliertem Windows bestellt hast, kannst Du nach dem ersten Start direkt mit der Windows-Ersteinrichtung beginnen. Treiber und die für Deine Konfiguration vorgesehenen grundlegenden Systemeinstellungen sind bereits vorbereitet.Falls Du den PC ohne Betriebssystem bestellt hast, musst Du Windows zunächst selbst installieren. Eine ausführliche Anleitung findest Du hier:Saubere Windows-NeuinstallationAktuelle Treiber und Firmware für Deinen Desktop-PC findest Du anschließend hier:Wo finde ich aktuelle Treiber und Firmware-Updates für meinen Desktop-PC?Monitor korrekt einstellenSobald Windows ein Bild ausgibt, funktioniert der Monitor grundsätzlich - damit ist aber noch nicht automatisch sichergestellt, dass er auch sein volles Potenzial nutzt. Gerade bei Gaming-Monitoren lohnt sich deshalb direkt nach dem ersten Start ein kurzer Blick auf Auflösung, Bildwiederholrate und Variable Refresh Rate (VRR).Läuft der Monitor wirklich mit seiner maximalen Bildwiederholrate?Ein 144-, 180-, 240- oder 360-Hz-Monitor läuft unter Windows nicht zwangsläufig automatisch mit seiner maximalen Bildwiederholrate. Im ungünstigsten Fall wird ein schneller Gaming-Monitor zunächst nur mit 60 Hz betrieben.Das ist besonders tückisch, weil dabei nichts offensichtlich "kaputt" ist: Der Monitor zeigt ein normales Bild und Spiele sehen "OK" aus. Der Unterschied wird erst bei schnellen Bewegungen deutlich. Eine höhere Bildwiederholrate lässt Mausbewegungen, Scrollen und insbesondere Spiele wesentlich flüssiger erscheinen und ermöglicht es dem Monitor überhaupt erst, hohe FPS-Zahlen entsprechend darzustellen.Die aktuelle Einstellung lässt sich unter Windows hier prüfen: Einstellungen > System > Anzeige > Erweiterte Anzeige Dort den gewünschten Monitor auswählen und unter "Bildwiederholfrequenz auswählen" die höchste für diesen Monitor vorgesehene Bildwiederholrate einstellen. Bei mehreren Monitoren muss die Einstellung für jeden Bildschirm einzeln geprüft werden.Auch die Auflösung sollte der nativen Auflösung des Monitors entsprechen. Diese lässt sich prüfen unter: Einstellungen > System > Anzeige > Skalierung und Layout > Bildschirmauflösung Windows kennzeichnet die native Auflösung dort normalerweise als "Empfohlen".Die maximale Bildwiederholrate wird nicht angeboten - was nun?Wenn beispielsweise ein 240-Hz-Monitor unter Windows nur 144 Hz anbietet, liegt das nicht zwangsläufig am PC oder an einer falschen Windows-Einstellung. Häufig begrenzt die aktuelle Verbindung den verfügbaren Betriebsmodus.Dann zuerst folgende Punkte prüfen: Ist der Monitor wie weiter oben beschrieben direkt an der Grafikkarte angeschlossen? Falls Du Windows selbst installiert hast: Hast Du den Grafiktreiber von AMD bzw. NVIDIA bereits installiert? Oder hast du überhaupt schon Treiber installiert? Bietet der Monitor vielleicht unterschiedliche Bildwiederholraten - je nachdem, ob man HDMI oder DisplayPort verwendet? (siehe unten) Unterstützt das verwendete Kabel die gewünschte Auflösung und Bildwiederholrate? Muss im Bildschirmmenü des Monitors eine Funktion wie "DisplayPort 1.4", "Overclocking", "Adaptive Sync" oder ein vergleichbarer Modus aktiviert werden? Wie groß der Unterschied zwischen HDMI und DisplayPort ausfallen kann, hängt stark vom Monitor ab. In unserer bereits oben verlinkten 2024 durchgeführten Stichprobe mit elf populären Gaming-Monitoren erreichten diese über DisplayPort eine höhere maximale Bildwiederholrate als über HDMI. Bei vier der elf Modelle stand zusätzlich Variable Refresh Rate nur über DisplayPort zur Verfügung - nicht über HDMI.Einige Beispiele aus dieser Recherche: Acer Predator XB241H: 60 Hz über HDMI, bis zu 180 Hz über DisplayPort ASUS ROG PG27AQN: 240 Hz über HDMI, bis zu 360 Hz über DisplayPort Samsung Odyssey Neo G9: 144 Hz über HDMI, bis zu 240 Hz über DisplayPort Die Unterschiede sind modellspezifisch und moderne HDMI-Verbindungen können im Prinzip ebenfalls sehr hohe Auflösungen und Bildwiederholraten übertragen - es kommt aber auf die Unterstützung im Monitor an. Die Benutzerhandbücher der Monitore geben darüber Auskunft, wie etwa in diesen Beispielen zu sehen ist: [1] [2] [3].Generell gilt aber: wir kennen keinen Monitor, der über DisplayPort (sofern vorhanden) weniger bietet als über HDMI. DisplayPort ist daher eigentlich immer die erste bzw. beste Wahl: Damit umgeht man viele dieser modellspezifischen Einschränkungen von vornherein.Aber auch mit DisplayPort solltest du in Windows unbedingt prüfen, welche Auflösung und Bildwiederholrate tatsächlich aktiv ist. Der beim ersten Anschluss verwendete Modus hängt von Windows, Grafiktreiber und den vom Monitor gemeldeten Betriebsmodi ab.G-SYNC, FreeSync und Adaptive Sync prüfenViele Gaming-Monitore unterstützen eine variable Bildwiederholrate, kurz VRR. Dabei passt der Monitor seine Bildwiederholrate laufend an die tatsächlich von der Grafikkarte ausgegebene Bildrate an. Dadurch wirken wechselnde Frameraten gleichmäßiger und störendes Screen Tearing wird innerhalb der vom Monitor unterstützten VRR-Range (z.Bsp. 48 Hz bis Maximum) nahezu ausgeschlossen.Je nach Hersteller wird diese Technik unter Namen wie NVIDIA G-SYNC, G-SYNC Compatible, AMD FreeSync oder Adaptive Sync beworben.Wenn der Monitor eine solche Funktion unterstützt, sollte direkt nach der Einrichtung geprüft werden, ob sie aktiviert ist. Bei manchen Monitoren muss Adaptive Sync bzw. FreeSync zunächst im Bildschirmmenü des Monitors eingeschaltet werden.Mit NVIDIA-GrafikkarteNVIDIA App > Anzeige > G-SYNC einrichtenDort prüfen, ob "G-SYNC/G-SYNC-Kompatibilität aktivieren" eingeschaltet und der richtige Monitor ausgewählt ist. NVIDIA unterstützt diese Option sowohl für "echte" G-SYNC-Monitore, als auch für sog. "G-SYNC Compatible"-Displays. Letzteres umfasst auch Monitore, die mit AMD FreeSync oder Adaptive Sync beworben werden.Mit AMD-GrafikkarteIn AMD Software: Adrenalin Edition nach "Display" suchen und die Einstellungen des entsprechenden Monitors öffnen. Dort wird der Status von AMD FreeSync angezeigt. Bei mehreren Monitoren auch hier darauf achten, jeweils den richtigen Bildschirm auszuwählen.Damit sind die drei wichtigsten Grundeinstellungen erledigt: native Auflösung, maximale Bildwiederholrate und - sofern vom Monitor unterstützt - Variable Refresh Rate. Gerade bei einem schnellen Gaming-Monitor sollte man diese drei Punkte direkt am ersten Tag prüfen, anstatt einen Teil der bereits vorhandenen Hardwareleistung ungenutzt zu lassen.Muss ich im BIOS etwas einstellen?Nein.Bei einem vollständig konfigurierten Desktop-PC sind die für Deine Hardware vorgesehenen BIOS-Einstellungen bereits gesetzt. Du musst also nach dem Auspacken nicht erst ins BIOS wechseln, um Arbeitsspeicher, Prozessor oder andere Komponenten auf ihre vorgesehene Leistung zu bringen. Wir haben das schon für dich übernommen.Wenn Deine Konfiguration beispielsweise besonders schnellen Arbeitsspeicher enthält, wird dieser bereits mit den optimalen Einstellungen betrieben - z. B. mit den entsprechenden XMP- oder EXPO-Profilen. Das Gleiche gilt für Power Limits, Lüfterkurven, oder sonstige individuelle BIOS-Optimierungen.Dein PC ist also bereits genau so konfiguriert, wie wir ihn für dich geplant, gebaut, getestet und geliefert haben.BIOS-Einstellungen nicht vorsorglich zurücksetzenDie BIOS-Setups von Mainboards bieten Funktionen wie "Load Optimized Defaults", "Load Setup Defaults" oder ähnlich bezeichnete Optionen an. Diese sind für die erste Inbetriebnahme weder erforderlich noch empfohlen.Ein Zurücksetzen auf die Standardwerte des Mainboard-Herstellers wird unweigerlich Einstellungen entfernen, die wir für dein System bewusst gesetzt haben. Bitte führe also nur dann einen solchen BIOS-Reset aus, wenn es im Rahmen einer Fehlersuche erforderlich ist oder anderweitig von uns angewiesen wird.Muss ich direkt ein BIOS-Update installieren?Auch das ist für die erste Inbetriebnahme nicht erforderlich. Wir installieren nach der Assemblierung (noch vor dem Testing) die jeweils für dein Setup vorgesehene aktuelle BIOS-Version.Ein BIOS-Update kann später sinnvoll werden, beispielsweise wenn eine neue Version Fehler behebt, die Kompatibilität erweitert oder andere relevante Verbesserungen enthält. Es gibt jedoch keinen Grund, direkt nach dem Auspacken vorsorglich ein BIOS-Update durchzuführen.Vor einem späteren BIOS-Update: Einstellungen sichernBei einem BIOS-Update können die bisherigen Einstellungen auf die Standardwerte des Mainboard-Herstellers zurückgesetzt werden. Spätestens vor einem solchen Update lohnt es sich deshalb, einen kurzen Blick auf die vorhandene Konfiguration zu werfen.Viele Mainboards können BIOS-Einstellungen außerdem in einem Profil speichern oder auf einen USB-Stick exportieren.Ob ein gespeichertes Profil nach einem BIOS-Versionswechsel direkt wieder importiert werden kann, hängt jedoch vom Mainboard und der BIOS-Version ab. Es ist daher generell sinnvoll, sich vor einem BIOS-Update mit den angepassten Optionen vertraut zu machen und sie ggf. zu fotografieren, damit du sie später auch manuell wiederherstellen kannst. Eine Anleitung dazu findest du hier:Wie kann ich euer BIOS-Tuning nach einem BIOS-Update wiederherstellen?Für die erste Inbetriebnahme gilt dagegen ganz einfach: einschalten und benutzen. Die erforderlichen BIOS-Einstellungen sind bereits erledigt.Wo sollte der PC stehen?Für ausreichend Frischluft sorgenEin leistungsstarker Desktop-PC bewegt unter Last große Mengen Luft durch das Gehäuse. Desktop-PCs saugen kühle Umgebungsluft typischerweise an der Vorderseite, Unterseite oder Seite des Gehäuses an und geben erwärmte Luft an der Rückseite oder Oberseite wieder ab.Das gilt auch für PCs mit Wasserkühlung: Das Wasser transportiert die Wärme zu einem Radiator am Gehäuserand, der sie wiederum über Lüfter an die Umgebungsluft abgibt.Für gute Kühlung und niedrige Lüfterlautstärke ist deshalb die sinnvolle Positionierung des PCs von essentieller Bedeutung.Im Grunde ist es ganz einfach:Alle Lufteinlässe und Abluftöffnungen müssen frei bleiben!Der PC sollte daher nicht eng in einem geschlossenen Schreibtischfach oder direkt zwischen Möbelstücken eingeklemmt stehen. Vor den Lufteinlässen und hinter den Abluftöffnungen muss ausreichend Platz bleiben, damit die Luft ungehindert zirkulieren kann.Die Rückseite des PCs sollte nicht direkt an einer Wand anliegen. Neben der warmen Abluft benötigen dort auch Monitor-, Strom-, Netzwerk- und USB-Kabel etwas Platz.Dasselbe gilt für die Oberseite, wenn dort Lüfter oder ein Radiator verbaut sind. Warme Abluft sollte frei entweichen können und nicht unmittelbar gegen eine Tischplatte oder abgelegte Gegenstände (Figuren, DVD-Hüllen, Zeitschriften usw.) geblasen werden.Viele Gehäuse besitzen außerdem herausnehmbare Staubfilter an Front, Unterseite oder Oberseite.Diese sollten frei zugänglich bleiben, damit sie später ohne großen Aufwand gereinigt werden können. Siehe auch:Wie reinige ich die Staubfilter meines PCs?Auf dem Schreibtisch oder am Boden?Beides ist grundsätzlich möglich. Entscheidend sind eine stabile Standfläche und freie Luftwege.Ein Standort auf dem Schreibtisch hat den zusätzlichen Vorteil, dass der PC weniger Staub vom Boden ansaugt. Auf dem Boden sollte er möglichst nicht direkt in einer Raumecke stehen, das sich dort aufgrund allgemeiner Luftzirkulation besonders viel Staub sammelt.Nicht auf ultraweichen Teppich stellenViele Gehäuse besitzen Lufteinlässe an der Unterseite. Dort befindet sich bei vielen Gehäusen auch der Lufteinlass des Netzteils.Auf einem dicken Teppich können die Standfüße einsinken und die Luftzufuhr teilweise oder vollständig blockieren. Ein PC sollte deshalb möglichst auf einer festen, ebenen Oberfläche stehen.Falls der PC aus Platzgründen auf einem Teppichboden stehen soll, empfiehlt sich eine feste Unterlage, die mindestens so groß wie die Standfläche des Gehäuses ist.Wärmequellen vermeidenDer PC sollte nicht direkt neben einer Heizung oder einer anderen starken Wärmequelle stehen. Auch ein warmer, schlecht belüfteter Schrank ist kein geeigneter Standort.Allgemein gilt: je kühler die angesaugte Umgebungsluft ist, desto leichter kann das Kühlsystem die Temperaturen und Lüfterlautstärke niedrig halten.Fertig!Damit ist die erste Inbetriebnahme abgeschlossen. Wenn der PC normal startet, der Monitor korrekt eingestellt ist und alle angeschlossenen Geräte funktionieren, kann das System direkt genutzt werden.Was tun, wenn beim ersten Start etwas nicht stimmt?In den allermeisten Fällen startet der PC nach dem Anschließen direkt wie vorgesehen. Falls beim ersten Einschalten trotzdem etwas ungewöhnlich erscheint, lohnt sich zunächst eine kurze Bestandsaufnahme, bevor Kabel umgesteckt oder Komponenten ausgebaut werden.Dem ersten Start etwas Zeit gebenSysteme mit großen Mengen an Arbeitsspeicher können beim ersten Start eine Speicherinitialisierung durchführen. Dabei kann der Bildschirm zunächst schwarz bleiben und der PC unter Umständen auch mehrmals automatisch neu starten. Dies ist vor allem dann relevant, wenn man vor der Inbetriebnahme ggf. noch ein eigenes RAM-Upgrade durchgeführt hat.Solange Lüfter, Beleuchtung oder andere Komponenten erkennbar aktiv sind, dem System daher zunächst etwas Zeit geben und den Startvorgang nicht sofort durch Ausschalten unterbrechen. In bestimmten Fällen sind auch First-Boot-Zeiten von fünf oder gar zehn Minuten keine Seltenheit. Bitte habe etwas Geduld.Der PC reagiert überhaupt nicht?Falls beim Betätigen des Einschaltknopfes überhaupt nichts passiert, zunächst die grundlegende Stromversorgung prüfen: Netzkabel am PC und an der Steckdose vollständig eingesteckt? Hauptschalter am Netzteil auf "An"? Steckdosenleiste eingeschaltet? Falls der PC danach weiterhin nicht startet, nicht auf Verdacht Komponenten ausbauen oder interne Kabel neu verbinden. Weitere Schritte haben wir hier zusammengefasst:Mein PC startet nicht. Was sollte ich zuerst prüfen?Der PC läuft, aber der Monitor bleibt schwarzWenn Lüfter und Beleuchtung starten, aber kein Bild erscheint, zuerst noch einmal den Monitoranschluss prüfen. Bei einem PC mit dedizierter Grafikkarte muss das Monitorkabel direkt an der Grafikkarte angeschlossen sein und nicht an einem Display-Anschluss des Mainboards.Zusätzlich prüfen: Ist am Monitor der richtige Eingang gewählt? Sitzt das HDMI- oder DisplayPort-Kabel an beiden Enden vollständig im Anschluss? Falls mehrere Anschlüsse vorhanden sind: testweise einen anderen Anschluss direkt an der Grafikkarte verwenden. Weitere Schritte:Mein PC scheint normal zu starten, aber ich bekomme kein Bild auf dem Monitor.Etwas klingt oder verhält sich ungewöhnlichPCs mit Wasserkühlung enthalten mindestens eine Pumpe, die je nach Last unterschiedliche Geräusche verursachen kann - vor allem wenn man direkt das Ohr auf das Gehäuse legt oder noch eine Seitenwand offen hat. Nicht jedes ungewohnte Geräusch weist unmittelbar auf einen Defekt hin.Besitzt der PC eine Wasserkühlung und die Pumpe fällt akustisch auf, gibt es dazu einen eigenen Artikel:Die Pumpe meiner Wasserkühlung macht Geräusche. Ist das normal?Bei deutlich schleifenden Lüftern, losen Teilen, ungewöhnlich starken Vibrationen oder anderen klar auffälligen Symptomen empfehlen wir, das Geräusch zunächst mit einem kurzen Video zu dokumentieren. Bei geöffnetem Seitenteil dabei ausreichend Abstand zu laufenden Lüftern und anderen beweglichen Komponenten halten. Anschließend den PC ausschalten und mit dem Video unseren Support kontaktieren.Nicht sofort anfangen, Komponenten auszubauenBei einem vollständig montierten PC ist es normalerweise nicht sinnvoll, beim ersten Problem direkt Grafikkarte, RAM oder andere Komponenten auszubauen und neu einzusetzen.Damit erschwert man unter Umständen die spätere Diagnose und verändert einen Zustand, den unser Support zunächst anhand von Fotos, Videos oder Fehlerbeschreibungen beurteilen könnte.Im Zweifel: Zustand dokumentieren und Support kontaktierenFalls sich ein Problem nicht mit den grundlegenden Prüfungen lösen lässt, am besten kurz dokumentieren, was genau passiert: Was passiert nach dem Drücken des Einschaltknopfes? Bleibt der Bildschirm schwarz oder erscheint eine Fehlermeldung? Zeigt das Mainboard irgendwelche Diagnose-LEDs oder Zahlen-Codes? Gibt es ungewöhnliche Geräusche oder sichtbare Auffälligkeiten? Fotos oder ein kurzes Video können bei mechanischen oder akustischen Problemen besonders hilfreich sein. Je mehr Infos wir haben, desto gezielter können wir einschätzen, welche nächsten Schritte sinnvoll sind. Weitere Informationen: Mein PC hat ein Problem. Wie erreiche ich den Support? Ein RAM-Modul oder SSD scheinen defekt zu sein. Muss ich dafür den ganzen PC einschicken? Kann ich meinen PC selbst aufrüsten, ohne die Garantie zu verlieren?